Sonntag, 27. Juli 2014

Offener SWAP - Abschlusspräsentation

Der Sew - Along "Offener SWAP" wird seinen Abschluss erreichen. Das Linktool bleibt noch bis zum 17. August  geöffnet. 

Innerhalb von drei Monaten sollte eine Minikollektion aus mindestens drei Teilen entstehen. Es gab keine thematische Vorgabe. Jede Teilnehmerin hat ein eigenes Ziel formuliert. Wie immer werden nicht alle Ziele erreicht sein. Was soll's! Jedes weitere Kleidungsstück bereichert in mehrfacher Hinsicht. Und hoffentlich sind die Ziele beim "daran arbeiten" auch modifiziert worden. Denn auch das erhöht die Qualität.

Uns, Immi, Rong und Mema, hat zu Beginn unserer Initiative "We Produce Our Collection 2012/ 2013 " motiviert, jeweils eine kleine Kollektion zusammen passender Kleidungsstücke für die laufende Saison zu nähen. Das war auch dieses Mal wieder der Motor. Jede könnte das auch alleine tun; gemeinsam, als SWAP mit einem vorher formulierten Plan und Zwischenberichten, hilft es aber bei der Stange zu bleiben und das gewünschte Ziel kontinuierlich zu verfolgen.

Seit der Jahreswende 2012 / 2013 hat sich die Szene weiterentwickelt. Viele Bloggerinnen sind dazu gekommen. Die Idee der Sew-Alongs hat große Akzeptanz gefunden.

Vermutlich haben wir in diesem Frühjahr in der deutschen Blogger- und Selbstschneiderinnenwelt gerade einen Höhepunkt dieser Initiativen erreicht. Zeitweise konnte man bei 4 - 5 Nähprojekten parallel mitmachen. Und dann gab es noch die Strick Sew-Alongs! Zur Zeit, in der Sommerpause,  laufen noch mindestens 2 Projekte: der Dirndl-Sew Along, der Show- and Tellerrock. Und dann gibt es die Langzeitprojekte: Nix für Lemminge und Inspirations.

Eine bunte Vielfalt! Haben wir da einen gewissen Sättigungsgrad erreicht oder geht das immer so weiter und wird immer mehr? Wie ist da eure Meinung?

Ein häufig formuliertes Motiv für das Selbernähen ist die Produktion individueller Kleidung. Jede näht sich genau das, was ihr steht und gefällt. Gleichzeitig gibt es das Phänomen der Lemmingeschnitte. Hier  gab es dazu im April eine bemerkenswerte Diskussion. Ja, es gibt richtige Hits: Bombshell-Badeanzug, Tiramisukleid, Knip (2011) und Knip Knotenkleid. Manchmal bekommen sie sogar die Namen der "Erstentdeckerinnen": Dodokleid oder Frau Kirsche Kleid. Sogar die Suchmaschinen kennen sie unter diesen Namen.

Vermutlich ist es hilfreich, sich Anregungen bei anderen Frauen zu holen. Wenn man sich Kleidungsstücke näht, ist es ein Risiko, ob es am Ende gefällt. Kaufkleidung kann anprobiert und bei Nichtgefallen hängengelassen werden. In selbstgenähten Sachen stecken beim ersten Anprobieren schon viele Arbeitsstunden. Sewing Patternreview und mypatternmyfashion haben in diesem Zusammenhang eine wichtige Funktion. Hier werden Erfahrungen mit den Schnittmustern von anderen Frauen beschrieben und man kann die Kleidung an anderen anschauen. Wie sieht dieser Rock an einer dicken Frau aus und wie passt dieses Maxikleid einer kleinen Person? Wenn man Glück hat, kann man es hier sehen. Sich da auf einen erprobten Schnitt zu verlassen, erhöht die Trefferquote. 


Es ist schwierig, neue eigene Kleidung zu designen. Die großartige Initiative von Mamamachtsachen "Nix für Lemminge" zeigt das ganz deutlich.

Egal ob bewährte Schnitte, Lemmingekleidung oder originär entwickeltes, immer heißt es, bei der Stange bleiben, den ganzen Prozess durchleben, auch bei widrigen Umständen wie krummen Reißverschlüssen, flutschigem Stoff oder vielen neuen Ideen und tollen Stoffen im Laden, dass begonnene Werk beenden. Das gemeinsame Nähen nach einem individuellen Plan hat hoffentlich ein bisschen dabei geholfen.

Sicher werden wir drei wieder mal einen SWAP veranstalten. Zunächst aber brauchen wir eine kleine Pause.


Sonntag, 6. Juli 2014

Offener SWAP Teil 3

Nähen ist Hobby, führt dazu Wertschätzung zu erhalten, es ist der Weg zur Realisierung von Kleidungsträumen, Sachen mit den eigenen Händen herstellen erfüllt mit Befriedigung, endlich passende Kleidungsstücke besitzen aber auch früher Kontakt mit dem Nähhandwerk  und seinen Problemen.....
Alles das wurde angesprochen im Nachgang zum Einführungstext letzten Monat. 


Und Yvonet sagt gar: Sewing Is Magic! Genau so ist es. Und wie es so ist bei Magie, sie hat eine höchst individuelle Seite. Jeder erscheint sie anders und jede verbindet mit ihr etwas ganz eigenes. Und zu viel Licht läßt sie verschwinden.

Die SWAP Zeit nähert sich dem Ende. Unsere Erfahrung aus den vorhergegangenen Prozessen ist, dass am Ende Hektik ausbrechen kann, Selbstbeschimpfung, manchmal auch Scham darüber, dass der Plan nicht realisiert wurde. Nähen ist Magie, der Nähprozess - zumindest wenn er zum Spaß und nicht zum Lebensunterhalt ausgeübt wird - soll Freude machen. Lassen wir uns die Freizeitbeschäftigung nicht verdrießen mit überflüssigen negativen Gedanken und unangemessenen Ansprüchen an uns selber. Die Magie des Hobbys kann seine besondere Kraft entfalten wenn wir zufrieden auf sie blicken. Was geschafft wurde, wurde geschafft und das ist gut so. Was noch nicht getan wurde und was misslungen ist hat sicher auch einen Sinn. 

So, nach dieser etwas moralisierenden Einführung steht die Frage:
Was ist im Juni 14 in Bezug auf die Nähpläne geschehen: